Pfarrkirchenstiftung St. Sebastian
Objektplanungsleistungen Gebäude und Innenräume, LPH 6-9
Gegenstand ist die Objektpl. Gebäude u. Inn.räume gem. §33
HOAI 2021, LPH 6-9. Ggf. werden besond. Leistungen
beauftragt: - LPH 7: Mitwirk. bei d. Prüfung von
bauwirtschaftlich begründeten Nachtragsangeboten (gem.
HOAI 2021 Anl. 10) - LPH 9: Mitwirken b. der Erstellung d.
Verwendungsnachweises für Förderstellen u.
Kostenfeststellung nach Anforder. Förderbehörde - LPH 9:
Überwachen d. Mängelbeseitigung innerhalb d. Verjährungsfrist
(gem. HOAI 2021 Anl. 10)---Die Kirchenstiftung St. Sebastian,
in Ebersberg, vertr. d. die Erzdiözese München u. Freising,
plant die Errichtung eines Kinder- u. Familienzentrums in der
Pfarrer-Bauer-Str. 5, 85560 Ebersberg, bestehend aus einem
denkmalgeschützten Altbau ("Klösterl") u. einem Neubau in
Holzhybridbauweise. Grundlage ist das Wettbewerbsergebnis
vom 14.11.2013. Der 1. Preisträger wurde für die weitere
Planung (bis einschl. aktuell laufender LPH 5) beauftragt. Es ist
beabsichtigt dieses Büro für die künstlerische Oberleitung zu
beauftragen. Das denkmalgeschützte Klösterl (2004m³) soll in
sein bauzeitl. Erscheinungsbild innen und außen zurückversetzt
werden. Dies beinhaltet den Abbruch nicht denkmalgeschützter
Anbauten, Fensteraustausch, Fassadensanierung. Im Klösterl
werden Familienzentrum und kath. Kreisbildungswerk
untergebracht. Der Altbau wird über einen Steg im 1. OG mit
dem Neubau verbunden u. darüber im OG barrierefrei
zugänglich. Die Vorgaben d. Denkmalschutzbehörde sind
einzuhalten. Nach den Abbrucharbeiten wird d. rechteckige
Neubau (LxBxH: 80x14x9m) entlang d. nördl.
Grundstücksgrenze errichtet, m. Zugang an d. nördl. Längsseite
u. von Westen über den Bgm.-Müller-Weg. Das Grundstück
befindet sich in Hanglage mit vom Westen nach Osten
abfallender Topographie. Dieser folgend wird d. Neubau 2- bzw.
3-geschossig errichtet. Der westl. Gebäudeteil wird unterkellert.
Unter d. Bodenplatte d. östl. Teils ist ein Bodenaustausch
erforderl. Im Neubau werden KiTa mit 8 Gruppen (1x Krippe, 3x
KiGa, 4x Hort) u. Therapieräume des Kreisbildungswerks
untergebracht. Mehrzweckraum, Verteilerküche m. Speiseraum
u. Personalräume sind für gemeinschaftl. Nutzung vorgesehen.
Weitere Gemeinschafts- u. Technikräume sind im Keller
geplant. Zentraler Begegnungsort ist ein 2-geschoss. Foyer m.
flexibl. Nutzungen, das vom nördl. Eingang über Windfang u.
Kinderwagenraum erreichbar ist. D. Neubau wird in
Holzbauweise aus Brettsperrholzelementen (BSPE) auf einem
UG aus Stahlbeton errichtet, m. hoch gedämmter
Gebäudehülle. Bei den oberird. Geschoßdecken handelt es
sich um Holz-Beton-Verbunddecken aus massiven BSPE (m.
Sichtoberfläche) u. Aufbeton. Die Decken zw. EG und UG,
Bodenplatte u. zentraler Treppenhauskern werden in
Stahlbeton ausgeführt. Dach u. Hortgalerien sind als reine BSP-
Konstrukt. vorgesehen. Die Fassade ist m. vertik.
Bretterschalung, farbig, mineralisch, deckendem Anstrich ggf.
aus Holzbeständen d. Erzdiözese geplant. Die Nordfassade
wird durch die vertikale Zäsur d. Aufzugsturms strukturiert u. m.
unterschied. dimensionierten Vordächern m. Blecheindeckung
versehen. Die spärliche Befensterung, ggf. m. wartungsarmen Holz-Alu-Fenster m. integriert. Sonnenschutz, an Nord-, Ost- u.
Westseite dient dem Schallschutz. Südseitig sind großzüg.
ebenerdig öffnende Fenster m. vorgesetzten Vertikalmarkisen
geplant. Das gestalt.konzept für die Innenräume sieht die
Verwendung hochwertiger, langlebiger Materialien vor, die den
unterschiedl. Nutzungsanforderungen gerecht werden.
Die Obj.pl. der Freianlagen (FA) sieht die Einfriedung und sep.
Nutzbarkeit d. Gartenbereiche d. Krippen-, KiGa- u.
Hortgruppen, sowie die Abgrenzung zu den
Nachbargrundstücken vor. Zugang v. Neubau zu FA erfolgt f.
Krippe u. KiGa über den Flur, für den Hort über eine
Außentreppe. D. westl. Zugang des Klösterls wird beidseit. zw.
den FA v. Krippe u. Hort eingezäunt. Entlang d. Pfarrer-
Bauer-Str. sind 12 oberird. Stellplätze inkl. barrierefreiem Stp
vorgesehen. Die Müllentsorgung ist üb. mehrere Sammelstellen
geplant. Die Maßnahme soll energieeffizient, nachhaltig,
wartungsarm u. wirtschaftl. umgesetzt werden u. eine hohe
Aufenthaltsqualität gewährleisten.
Wärmeversorgung ist über 2 Luftwärmepumpen v.
Treppenhausdach d. Neubaus aus vorgesehen. Die Lüftung ist
dezentral geplant. Versickerung ist auf dem Grd.stk. nicht
möglich, ein Flachdach mit 2°-Gefälle, dazu eine
außenliegende Entwässerung, Begrünung u. PV-Anlage ist
geplant. Der AG ordnet d. Obj.pl. Gebäude u. Inn.räume der
Honorarzone IV zu. Die Büros, die mit der bish. Planung,
Untersuchungen u. Gutachten beauftragt wurden und zur
Erbringung v. Leistungen der Obj.pl. Gebäude u. Innenräume
gem. §§ 33 ff HOAI 2021 qualifiziert sind, gelten, sofern sie am
Verfahren teilnehmen, als vorbefasste Bewerber. Die
Unterlagen des akt. Planungsstands, Gutachten u.
Untersuchungen (s. Anlagenverzeichnis) werden vom AG, auch
ohne Teilnahme vorbefasster Büros, allen Teilnehmern in der 2.
Verfahrensstufe bestmögl. zur Verfügung gestellt, um alle Bieter
auf denselben Informationsstand zu bringen. Termine /Ablauf:
Vergabeverhandl. voraussichtl. Mai 2026. Auftragsvergabe u
Projektstart LPH 6: ca. Ende 05/Anfang 06/2026. Beginn
Abbruch vsl: Q3 2027, Baubeginn Rohbau: Q1 2028 + 2 Jahre
Bauzeit, Vorgeseh. Fertigstell.: Q1 2030 u. Inbetriebnahme:
01.09.2030. Zw.termine sind abzustimmen. Umzug, Abbruch,
Rückbau u. Beginn Rohbau erst nach Bereitstellung
Interimsgebäude Kita (vorauss. Q2 2027 durch Stadt
Ebersberg, nicht im Verantwortungsbereich d. AG). Hinweise:
Ein ggf. erhöhter Abstimmungsaufwand hinsichtl.
LPH7-Vergaben, kritische Materialien Holz/Alu, Winterbau wird
im Rahmen der Grundleistungen erwartet.
Die Projektbesprechungen finden in deutscher Sprache statt.