Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)

auftrag.ai

§ 1 Allgemeines, Vertragsgegenstand, Geltungsbereich

(1) evest.io UG (im Folgenden „auftrag.ai"), mit Sitz in Deutschland, betreibt über das Internet die Online-Plattform „auftrag.ai" sowie damit verbundene Dienstleistungen und Serviceangebote (im Folgenden: „Plattform"). Sämtliche Leistungen von auftrag.ai werden auf Grundlage der nachfolgenden Allgemeinen Geschäftsbedingungen (im Folgenden: „AGB") bereitgestellt.

(2) Von diesen AGB abweichende Geschäftsbedingungen des Nutzers finden keine Anwendung. Gegenbestätigungen des Nutzers unter Hinweis auf eigene Geschäfts- und/oder Einkaufsbedingungen wird ausdrücklich widersprochen; diese werden nicht Bestandteil von Vereinbarungen, es sei denn, die Bedingungen werden durch auftrag.ai schriftlich oder in elektronischer Form bestätigt.

(3) auftrag.ai recherchiert und aggregiert öffentliche Ausschreibungen und stellt diese im Rahmen der Plattform zur Verfügung. Die Plattform dient als Vermittlungsservice zwischen Auftraggebern und Auftragnehmern. auftrag.ai wird dabei ausschließlich als Vermittler tätig und ist nicht Vertragspartei der zwischen Nutzern geschlossenen Verträge.

(4) auftrag.ai sammelt und verarbeitet Auftragsinformationen Dritter über die Plattform nach den Grundsätzen der ordnungsgemäßen Berufsausübung. auftrag.ai ist jedoch weder für die Vollständigkeit oder Richtigkeit der Auftragsinformationen verantwortlich, noch trägt auftrag.ai eine Projekt- oder Erfolgsverantwortung für die in den Auftragsinformationen dargestellten Projekte. Dies gilt nicht, wenn und soweit auftrag.ai selbst im Einzelfall Änderungen bzw. Anpassungen der Auftragsinformationen vorgenommen hat.

(5) Diese AGB können jederzeit unter dem Link auftrag.ai/terms abgerufen, ausgedruckt und gespeichert werden.

§ 2 Nutzer als Auftragnehmer

(1) Für eine Registrierung und als Vertragspartner von auftrag.ai sind ausschließlich Nutzer als Unternehmer zugelassen, d. h. natürliche oder juristische Personen oder rechtsfähige Personengesellschaften, die bei Abschluss eines Rechtsgeschäfts in Ausübung ihrer gewerblichen oder selbständigen beruflichen Tätigkeit handeln (vgl. § 14 BGB). auftrag.ai behält sich vor, die Unternehmereigenschaft durch geeignete Unterlagen (Handelsregisterauszug, Gewerbeanmeldung, USt-IdNr.) zu prüfen.

(2) Auftragnehmer sind Nutzer, die über die Plattform Zugang zu Auftragsinformationen erhalten und sich auf Ausschreibungen bewerben können.

§ 3 Registrierung, Vertragsschluss, Umfang der Leistungen

(1) Zur Nutzung der Plattform ist eine Registrierung erforderlich. Die Grundregistrierung ist für den Nutzer unentgeltlich.

(2) Der Nutzer gibt bei der Registrierung die erforderlichen Informationen wahrheitsgemäß, vollständig und richtig an. Er verpflichtet sich, auftrag.ai etwaige eintretende Änderungen in den Anmeldungsdaten unverzüglich mitzuteilen.

(3) Es besteht kein Anspruch auf Zulassung zur Plattform. auftrag.ai behält sich vor, die Zulassung ohne Angabe von Gründen, insbesondere jedoch wegen falscher Angaben bei der Anmeldung, jederzeit zu verweigern oder zu widerrufen.

(4) Nach der Registrierung können Nutzer je nach gewähltem Paket auf verschiedene Funktionen der Plattform zugreifen. Die detaillierte Leistungsbeschreibung der verschiedenen Pakete ist unter auftrag.ai/preise einsehbar.

(5) Ein Vertrag über kostenpflichtige Leistungen kommt durch die Bestellung des Nutzers (Angebot) und die Annahme durch auftrag.ai zustande. Die Annahme erfolgt durch Bereitstellung der Leistung oder ausdrückliche Annahmeerklärung.

(6) Der Nutzer erklärt sich mit der Registrierung einverstanden, dass ihn auftrag.ai telefonisch kontaktieren darf, um Unterstützung bei der Nutzung der Plattform anzubieten, über neue Funktionen zu informieren oder kundenspezifische Beratungsleistungen zu erbringen. Der Nutzer kann dieser telefonischen Kontaktaufnahme jederzeit widersprechen, ohne dass hierdurch die Nutzung der Plattform beeinträchtigt wird. Der Widerspruch kann per E-Mail an agentur@auftrag.ai oder schriftlich erfolgen.

(7) Die Leistungsparameter kann der Nutzer im Rahmen der vertraglichen Vereinbarung jederzeit ändern.

(8) Möchte der Nutzer die Leistungsparameter upgraden, ist eine schriftliche Kontaktaufnahme (per Mail) mit auftrag.ai erforderlich. auftrag.ai erstellt ein neues Angebot mit den gewünschten Leistungsparametern. Bei Annahme des neuen Angebotes wird die Preisdifferenz zwischen dem alten und neuen Leistungspaket bis zum Ende der bestehenden Laufzeit in Rechnung gestellt.

§ 4 Widerrufsrecht

(1) Da die Plattform ausschließlich für Unternehmer im Sinne des § 14 BGB zur Verfügung steht, besteht kein Widerrufsrecht nach den Vorschriften über Fernabsatzverträge.

(2) Ein etwaig dennoch bestehendes Widerrufsrecht erlischt bei digitalen Inhalten, wenn auftrag.ai mit der Ausführung des Vertrags begonnen hat, nachdem der Nutzer ausdrücklich zugestimmt hat, dass auftrag.ai mit der Ausführung des Vertrags vor Ablauf der Widerrufsfrist beginnt, und seine Kenntnis davon bestätigt hat, dass er durch seine Zustimmung mit Beginn der Ausführung des Vertrags sein Widerrufsrecht verliert.

§ 5 Kundenaccount, Zugangsdaten, Sperrung

(1) Der Nutzer registriert sich eigenständig und erstellt dabei seinen persönlichen Kundenaccount. Nach Abschluss der Registrierung nimmt auftrag.ai Kontakt mit dem Nutzer auf, um Unterstützung anzubieten. Der Nutzer ist für den Schutz seiner Zugangsdaten verantwortlich.

(2) Der Nutzer trägt dafür Sorge, dass nur autorisierte Personen Zugriff zu den Zugangsdaten erhalten. Die Zugangsdaten sind geheim zu halten und dürfen Dritten nicht zugänglich gemacht werden. Der Nutzer hat auftrag.ai unverzüglich zu informieren, wenn Anhaltspunkte dafür bestehen, dass unbefugte Dritte Kenntnis von den Zugangsdaten erlangt haben.

(3) Der Nutzer haftet für alle Aktivitäten, die unter Verwendung seines Accounts vorgenommen werden, es sei denn, er hat den Missbrauch nicht zu vertreten.

(4) Bei begründetem Verdacht auf Missbrauch der Zugangsdaten ist auftrag.ai zur sofortigen Sperrung des Zugangs berechtigt. Die Sperrung wird unverzüglich aufgehoben, sobald der Verdacht ausgeräumt ist.

(5) auftrag.ai kann Nutzer bei schwerwiegenden Verstößen gegen die Nutzungsbedingungen zeitweilig oder dauerhaft von der Nutzung ausschließen. Ein schwerwiegender Verstoß liegt insbesondere vor bei:

  • Wiederholten Verstößen trotz Abmahnung
  • Straftaten oder Ordnungswidrigkeiten über die Plattform
  • Erheblicher Rufschädigung von auftrag.ai
  • Zahlungsverzug von mehr als 30 Tagen

(6) Der Nutzer gestattet auftrag.ai, sich im erforderlichen Umfang mit den ihm überlassenen oder systemseitig generierten Zugangsdaten in den jeweiligen Kundenaccount einzuloggen, soweit dies ausschließlich zur Vorbereitung und Durchführung von Tests oder Vorführungen, zur Nachstellung gemeldeter Fehlverhalten sowie zur Analyse und Behebung technischer Störungen notwendig ist. auftrag.ai protokolliert jeden Zugriff, wahrt die Vertraulichkeit sämtlicher dabei erlangten Informationen, nutzt die Daten nicht zu anderen Zwecken und beachtet dabei stets die einschlägigen datenschutzrechtlichen Vorgaben. Der Nutzer stellt sicher, dass hierfür erforderliche Mitwirkungsleistungen unverzüglich erbracht werden.

§ 6 Systemverfügbarkeit und Service Level

(1) Die Verfügbarkeit der Plattform beträgt mindestens 99 % im Jahresmittel. Ausfälle aufgrund von Wartungsarbeiten (maximal 4 Stunden pro Monat), höherer Gewalt oder anderen außerhalb des Einflussbereichs von auftrag.ai liegenden Umständen sind hiervon ausgenommen.

(2) Geplante Wartungsarbeiten werden mindestens 48 Stunden im Voraus angekündigt und finden in der Regel zwischen 22:00 und 06:00 Uhr MEZ statt.

(3) Der technische Support ist wie folgt erreichbar:

  • E-Mail-Support: Montag bis Freitag, 10:00 - 16:00 Uhr
  • Reaktionszeit bei kritischen Störungen: 4 Stunden
  • Reaktionszeit bei normalen Anfragen: 24 Stunden

(4) Störungen meldet der Nutzer unverzüglich an den Kundenservice von auftrag.ai unter agentur@auftrag.ai.

§ 7 Leistungsumfang

(1) auftrag.ai bietet Nutzern als Auftragnehmern Zugang zu Auftragsinformationen und Ausschreibungen sowie als Auftraggebern die Möglichkeit, eigene Projekte auszuschreiben.

(2) Die Plattform ermöglicht die Vermittlung zwischen Auftraggebern und Auftragnehmern. Verträge kommen ausschließlich direkt zwischen den Parteien zustande. auftrag.ai ist nicht Vertragspartei dieser Verträge.

(3) Premium-Funktionen umfassen je nach gewähltem Paket:

  • Erweiterte Suchfunktionen und Filter
  • Unbegrenzter Zugriff auf Ausschreibungsdetails
  • E-Mail-Benachrichtigungen bei neuen passenden Aufträgen
  • Priorisierte Anzeige eigener Ausschreibungen
  • Erweiterte Statistiken und Analysen
  • API-Zugang (bei Enterprise-Paketen)

(4) auftrag.ai kann Änderungen und Weiterentwicklungen der Plattform vornehmen, soweit diese die vertraglich geschuldeten Kernleistungen nicht wesentlich einschränken.

§ 8 Nutzungsrechte, Geistiges Eigentum und Pflichten

(1) auftrag.ai räumt dem Nutzer das nicht ausschließliche, nicht übertragbare, zeitlich auf die Vertragslaufzeit beschränkte Recht ein, die Plattform für eigene geschäftliche Zwecke zu nutzen.

(2) Sämtliche Rechte an der Plattform, insbesondere Urheberrechte, Markenrechte und sonstige gewerbliche Schutzrechte, verbleiben bei auftrag.ai oder den jeweiligen Rechteinhabern.

(3) Der Nutzer räumt auftrag.ai an den von ihm eingestellten Inhalten (Ausschreibungen, Unternehmensprofil, etc.) ein einfaches, räumlich unbeschränktes Nutzungsrecht für die Dauer der Vertragslaufzeit ein, soweit dies für die Erbringung der Plattformleistungen erforderlich ist.

(4) Der Nutzer verpflichtet sich zur ordnungsgemäßen und rechtmäßigen Nutzung der Plattform. Insbesondere ist untersagt:

  • Die Weitergabe von Zugangsdaten an Dritte
  • Die automatisierte Abfrage von Daten (Crawling, Scraping)
  • Die Umgehung technischer Schutzmaßnahmen
  • Die Verbreitung von Schadsoftware oder Spam
  • Die Verletzung von Rechten Dritter
  • Die Einstellung falscher oder irreführender Informationen
  • Der Massenabruf von Daten ohne Premium-Berechtigung

(5) Bei Verstößen gegen die Nutzungsbedingungen kann auftrag.ai die Nutzungsrechte entziehen und Schadensersatz verlangen.

§ 9 Preise und Zahlungsbedingungen

(1) Die Nutzung der Plattform ist in der Testphase kostenfrei.

(2) Die Preise richten sich nach dem vereinbarten Leistungspaket.

(3) Alle Preise verstehen sich zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer.

(4) Die Abrechnung erfolgt je nach gewähltem Intervall im Voraus.

(5) auftrag.ai ist berechtigt, Preise für kostenpflichtige Leistungen mit einer Frist von 6 Wochen zum Monatsende anzupassen. Preiserhöhungen werden dem Nutzer schriftlich oder per E-Mail mitgeteilt. Bei Preiserhöhungen von mehr als 5% hat der Nutzer ein Sonderkündigungsrecht.

(6) Die Zahlung erfolgt per:

  • Überweisung

(7) Bei Zahlungsverzug ist auftrag.ai berechtigt, Verzugszinsen in Höhe von 9 Prozentpunkten über dem Basiszinssatz sowie eine Mahnpauschale von 40 EUR zu berechnen. Die Geltendmachung weiterer Schäden bleibt vorbehalten.

(8) Die Aufrechnung ist nur mit unbestrittenen oder rechtskräftig festgestellten Forderungen zulässig. Ein Zurückbehaltungsrecht kann nur wegen Gegenansprüchen aus demselben Vertragsverhältnis geltend gemacht werden.

§ 10 Gewährleistung

(1) auftrag.ai gewährleistet, dass die Plattform im Wesentlichen gemäß der Leistungsbeschreibung funktioniert. Unwesentliche Abweichungen gelten nicht als Mangel.

(2) Der Nutzer hat Mängel unverzüglich, spätestens innerhalb von 7 Tagen nach Entdeckung, in Textform unter genauer Beschreibung des Fehlers zu melden.

(3) Bei Mängeln hat auftrag.ai das Wahlrecht zwischen Nachbesserung und Neuerbringung der Leistung. Schlägt die Nacherfüllung zweimal fehl, kann der Nutzer mindern oder vom Vertrag zurücktreten.

(4) Die Gewährleistung entfällt, wenn der Nutzer Änderungen an der Plattform vornimmt oder durch Dritte vornehmen lässt, es sei denn, der Nutzer weist nach, dass die Änderungen den Mangel nicht verursacht haben.

§ 11 Laufzeit und Kündigung

(1) Für neue Nutzer wird ein kostenloser Testaccount für eine Testphase von 4 Wochen zur Verfügung gestellt. Während der Testphase können beide Parteien den Testaccount jederzeit ohne Einhaltung einer Frist kündigen.

(2) Verträge über kostenpflichtige Leistungen haben eine Mindestlaufzeit von 12 Monaten und verlängern sich automatisch um den gleichen Zeitraum, sofern nicht mit einer Frist von 6 Wochen zum Laufzeitende gekündigt wird.

(3) Die Kündigung muss in Textform (E-Mail ausreichend) an agentur@auftrag.ai erfolgen.

(4) Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Ein wichtiger Grund liegt insbesondere vor bei:

  • Zahlungsverzug trotz Mahnung
  • Schwerwiegenden Verstößen gegen diese AGB
  • Insolvenz oder drohender Insolvenz einer Partei

(5) Nach Vertragsende werden die Daten des Nutzers gemäß den datenschutzrechtlichen Bestimmungen gelöscht oder gesperrt.

§ 12 Haftung

(1) auftrag.ai haftet unbeschränkt für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit sowie für vorsätzliche oder grob fahrlässige Pflichtverletzungen seiner gesetzlichen Vertreter oder Erfüllungsgehilfen.

(2) Bei leicht fahrlässiger Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten) ist die Haftung auf den vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden begrenzt. Die Haftung ist dabei auf die Höhe der jährlichen Vergütung des betroffenen Nutzers begrenzt.

(3) Die Haftung für mittelbare Schäden, Folgeschäden, entgangenen Gewinn, entgangene Einsparungen, Zinsverluste und Schäden aus Ansprüchen Dritter ist ausgeschlossen, soweit gesetzlich zulässig.

(4) Die Haftung nach dem Produkthaftungsgesetz bleibt unberührt.

(5) auftrag.ai haftet nicht für die Inhalte und Aktivitäten der Nutzer sowie für Verträge, die zwischen Nutzern geschlossen werden.

§ 13 Vertragsstrafen

(1) Bei schwerwiegenden Verstößen gegen § 8 Abs. 4 (Nutzungspflichten) verpflichtet sich der Nutzer zur Zahlung einer Vertragsstrafe in Höhe von 5.000 EUR je Verstoß.

(2) Die Geltendmachung weitergehender Schäden bleibt vorbehalten. Eine gezahlte Vertragsstrafe wird auf Schadensersatzansprüche angerechnet.

§ 14 Datenschutz und Datensicherheit

(1) auftrag.ai erhebt, verarbeitet und nutzt personenbezogene Daten des Nutzers ausschließlich im Rahmen der geltenden Datenschutzbestimmungen, insbesondere der DSGVO. Einzelheiten sind der Datenschutzerklärung unter auftrag.ai/privacy zu entnehmen.

(2) auftrag.ai trifft angemessene technische und organisatorische Maßnahmen zum Schutz der Nutzerdaten, insbesondere:

  • Verschlüsselte Datenübertragung (TLS)
  • Verschlüsselte Datenspeicherung
  • Regelmäßige Sicherheitsupdates
  • Zugangskontrolle und Berechtigungskonzepte
  • Regelmäßige Datensicherungen

(3) Der Nutzer ist für die Sicherung seiner eigenen Daten verantwortlich und sollte regelmäßige Backups erstellen.

§ 15 KI-gestützte Dienste und automatisierte Verarbeitung

(1) Die Plattform setzt Verfahren der künstlichen Intelligenz (KI) ein, insbesondere zur Analyse, Aufbereitung und Kategorisierung von Ausschreibungsinformationen, zur Erstellung von Zusammenfassungen sowie zur personalisierten Empfehlung relevanter Aufträge.

(2) Die durch KI erzeugten Ergebnisse und Empfehlungen stellen keine rechtsverbindlichen Auskünfte oder Beratungsleistungen dar. Der Nutzer ist verpflichtet, KI-generierte Inhalte eigenständig auf Richtigkeit, Vollständigkeit und Eignung für seinen konkreten Anwendungsfall zu prüfen, bevor er auf deren Grundlage Handlungen vornimmt oder Entscheidungen trifft.

(3) auftrag.ai übernimmt keine Gewähr für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität KI-generierter Inhalte. Die Haftung für Schäden, die aus der ungeprüften Übernahme KI-generierter Ergebnisse resultieren, ist ausgeschlossen, soweit gesetzlich zulässig.

(4) auftrag.ai ist berechtigt, die eingesetzten KI-Modelle und -Verfahren jederzeit weiterzuentwickeln, auszutauschen oder anzupassen, soweit die vertraglich geschuldeten Kernleistungen nicht wesentlich eingeschränkt werden.

(5) Der Nutzer wird darüber informiert, dass die Eingabedaten des Nutzers zur Verbesserung und Optimierung der KI-gestützten Dienste der Plattform in anonymisierter Form verwendet werden können. Eine Weitergabe personenbezogener Daten an Dritte zum Zwecke des KI-Trainings erfolgt nicht.

§ 16 Vertraulichkeit

(1) Die Parteien verpflichten sich, alle im Rahmen der Vertragsbeziehung erlangten vertraulichen Informationen der jeweils anderen Partei geheim zu halten und ausschließlich zur Durchführung des Vertrages zu verwenden. Vertrauliche Informationen sind insbesondere Geschäftsgeheimnisse, technische Daten, Kundendaten sowie alle als vertraulich gekennzeichneten oder erkennbar vertraulichen Informationen.

(2) Die Vertraulichkeitspflicht gilt nicht für Informationen, die (a) öffentlich bekannt sind oder werden, ohne dass die empfangende Partei hierfür verantwortlich ist, (b) der empfangenden Partei bereits vor Offenlegung rechtmäßig bekannt waren, (c) der empfangenden Partei von einem Dritten ohne Geheimhaltungspflicht rechtmäßig mitgeteilt werden oder (d) von der empfangenden Partei unabhängig entwickelt wurden.

(3) Die Vertraulichkeitspflicht besteht während der Vertragslaufzeit und für einen Zeitraum von zwei Jahren nach Beendigung des Vertragsverhältnisses fort.

(4) Jede Partei ist berechtigt, vertrauliche Informationen offenzulegen, soweit sie hierzu gesetzlich oder durch behördliche bzw. gerichtliche Anordnung verpflichtet ist. Die offenlegende Partei wird die andere Partei hierüber unverzüglich informieren, soweit dies rechtlich zulässig ist.

§ 17 Höhere Gewalt

(1) Keine Partei haftet für die Nichterfüllung oder verspätete Erfüllung ihrer vertraglichen Pflichten, soweit die Nichterfüllung oder Verzögerung auf höhere Gewalt zurückzuführen ist. Höhere Gewalt umfasst insbesondere Naturkatastrophen, Krieg, Terrorismus, Epidemien, Pandemien, behördliche Anordnungen, Streiks, Aussperrungen, Störungen der Telekommunikationsinfrastruktur sowie Cyberangriffe, die trotz angemessener Sicherheitsvorkehrungen nicht abgewehrt werden konnten.

(2) Die betroffene Partei hat die andere Partei unverzüglich über den Eintritt und die voraussichtliche Dauer des Hinderungsgrundes zu informieren und alle zumutbaren Anstrengungen zu unternehmen, die Auswirkungen des Hinderungsgrundes zu minimieren.

(3) Dauert der Zustand höherer Gewalt länger als drei Monate an, ist jede Partei berechtigt, den Vertrag mit einer Frist von zwei Wochen zum Monatsende zu kündigen.

§ 18 Änderung der AGB

(1) auftrag.ai behält sich vor, diese AGB jederzeit zu ändern, soweit dies zur Beseitigung nachträglich entstandener Äquivalenzstörungen oder zur Anpassung an veränderte gesetzliche oder technische Rahmenbedingungen erforderlich ist.

(2) Änderungen werden dem Nutzer mindestens 6 Wochen vor Inkrafttreten per E-Mail mitgeteilt. Die Änderungen gelten als genehmigt, wenn der Nutzer nicht innerhalb von 4 Wochen nach Zugang der Mitteilung widerspricht.

(3) Auf die Widerspruchsmöglichkeit und die Rechtsfolgen des Schweigens wird in der Änderungsmitteilung besonders hingewiesen.

(4) Bei Widerspruch hat auftrag.ai das Recht, den Vertrag zum Zeitpunkt des Inkrafttretens der Änderungen zu kündigen.

§ 19 Streitbeilegung

(1) Die EU-Kommission stellt eine Plattform zur Online-Streitbeilegung (OS) bereit: https://ec.europa.eu/consumers/odr. auftrag.ai ist nicht bereit und nicht verpflichtet, an Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen.

(2) Vor Einleitung gerichtlicher Schritte streben die Parteien eine einvernehmliche Lösung an.

(3) Für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit diesem Vertrag, die nicht einvernehmlich beigelegt werden können, vereinbaren die Parteien die Durchführung eines Mediationsverfahrens. Die Kosten der Mediation tragen die Parteien je zur Hälfte.

§ 20 Schlussbestimmungen

(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG).

(2) Ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit diesem Vertrag ist der Sitz von auftrag.ai, soweit der Nutzer Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen ist.

(3) Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein oder werden, berührt dies die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen nicht. Die Parteien verpflichten sich, die unwirksame Bestimmung durch eine wirksame zu ersetzen, die dem wirtschaftlichen Zweck der unwirksamen Bestimmung möglichst nahe kommt.

(4) Erfüllungsort ist der Sitz von auftrag.ai.

(5) Vertragssprache ist Deutsch.

§ 21 Kontakt und Impressum

evest.io UG

Karolinenstraße 21b

13507 Berlin

Deutschland

Geschäftsführer: Christian Matschke
Handelsregister: Amtsgericht Charlottenburg (Berlin), HRB 262102 B
USt-IdNr.: DE367027168

Kontakt:
E-Mail: info@auftrag.ai
Website: auftrag.ai

Stand: Februar 2026

Version 2.0