Auswertungskonzept Unterwasserschall Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie Meeresstrategierahmenrichtlinie Nord- und Ostsee
Naturschutzfachliche Einordnung von Unterwasserschalleffekten (NEUSE)-Zur Auswertung vorhandener Unterwasserschalldaten des BfN soll ein Auswertungskonzept erstellt werden, unter Berücksichtigung der Flora-Fauna- Habitat-Richtlinie sowie der Meeresstrategierahmenrichtlinie (MSRL). Dabei sollen neben der Gesamtbelastungsbetrachtung auch Aussagen zu einer zeitlichen Verteilung sowie eine quantitative Zuordnung von anthropogenem und natürlichem Schall (bzw. von einzelnen Schallereignissen) zu bestimmten Schallaktivitäten ermöglicht werden. Basierend auf den BfN-eigenen Daten sowie unter Nutzung weiterer Daten und Literaturquellen sollen Bewertungen der Bedeutung unterschiedlicher Schallquellen /Aktivitäten für verschiedene in der AWZ vorkommende Tierarten erstellt werden, Überlegungen zu kumulativen Bewertungsmethoden vorgenommen und so weit möglich biologische Grenzwerte abgeleitet werden. Alle Ergebnisse sollen schließlich in eine Gesamtschallstrategie einfließen um Vorschläge zur Erfüllung der MSRL Umweltziele formulieren zu können (Lärmminderungsmaßnahmen in Nord- und Ostsee sowie Ableitung und Anwendung von Schallgrenzwerten). In Nachfolge des Projekts „Naturverträgliche Sprengungen auf See (NaVES-UXO)" des BfN (Tests verschiedener Blasenschleierkonfigurationen zur Minderung von Sprengschall), soll nun zudem die Wirkung von sogenannten Sprengkratern hinsichtlich der Minderung der Druck- bzw. Schallwelle als auch die Wirkung von verschiedenen Vergrämungskonzepten untersucht und Handlungsempfehlungen erarbeitet werden. Ersteres soll im Projekt in Kooperation mit der Bundeswehr und im Rahmen geplanter Sprengkampagnen der Bundeswehr auf See zunächst gemeinsam geplant und dann untersucht werden.